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„Mal sehen, wie weit Du kommst“ – unter diesem Motto veröffentlichte FRANK LUKAS 2009 seinen ersten Titel. Ein Mini-Album und vier Studio-Alben später kann man feststellen, der verheiratete, dreifache Familienvater kommt seinem ehrgeizigen Ziel, ein ganz Großer der Schlagerbranche zu werden, mit viel Fleiß und tollen Titeln immer näher.

Geboren wurde Frank Lukas 1980 in Bottrop, im Herzen des Ruhrgebietes, wo er als eines von fünf Kindern auch den größten Teil seiner Kindheit verbrachte.

Frank wuchs in schwierigen Familienverhältnissen auf. Seine Eltern trennten sich, als er sich im Kleinkindalter befand. Es folgten eine Reihe von Umzügen, die häufige Schulwechsel nach sich zogen, so dass es ihm kaum möglich war, für längere Zeit dauerhafte Freundschaften zu schließen. Die fehlende Vaterfigur suchte er in seinem Stiefvater, hatte aber nie das Gefühl, wirklich akzeptiert zu werden. „Klar war der Mann supernett und auch immer für mich da, aber so ein richtig emotionales Ding ist wohl von beiden Seiten aus nie daraus geworden“, so Frank Lukas. Mit Schlagern flüchtete er in seine eigene kleine Traumwelt und schon als Kind hörte er besonders genau bei den Texten hin.

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Nach einer soliden kaufmännischen Ausbildung lernte Frank seine damalige Partnerin kennen und wechselte seinen Wohnsitz nach Süddeutschland. Kurz darauf wurde er mit 24 Jahren Vater einer Tochter. Die Beziehung stand von Anfang an auf eher wackeligen Säulen und so trennte sich das Paar nach 4 Jahren. „Ich habe sie einfach nicht mehr geliebt, wollte weg von ihr, auch wenn das bedeutete, dass ich meine Tochter im Stich lasse. Aber ich wollte nicht, dass meine Kleine das mitmachen muss, was ich als Kind so sehr gehasst hatte. Eine Familie ohne Liebe“.

Frank Lukas ging zurück ins Ruhrgebiet und traf die Frau wieder, die ihm schon als Schuljungen den Kopf verdreht hatte. „Das waren keine Funken zwischen uns, das war und ist bis heute ein gigantisches Feuerwerk“, grinst Frank, wenn man ihn darauf anspricht.

Im Juni 2007 entschloss sich das Schicksal, Frank Lukas vor eine besondere Herausforderung zu stellen und ihm den Boden unter den Füßen wegzuziehen. „Es war meine erste Woche im neuen Job, wir waren gerade in unsere neue Wohnung eingezogen, hatten irre viel Stress. Da rief mein jüngerer Bruder Dirk an und teilte mir mit, dass unser Stiefvater am Nachmittag verstorben sei. Er war seit längerer Zeit erkrankt und wir wussten, dass er nicht mehr lange leben würde. Trotzdem reißt einen die Situation natürlich von den Füßen. Mir schossen tausend Bilder meiner Kindheit durch den Kopf und dann fing ich zu weinen an. Mein Bruder fragte noch, ob ich vielleicht auf ein Bierchen rüberkommen möchte. Aber ich war an diesem Tag einfach nur völlig K.O. und meinte, ich komm lieber am nächsten Tag zum Frühstück. Eine Entscheidung, die ich für den Rest meines Lebens bereuen werde“. Nur wenige Stunden später folgte die Horrornachricht: „Meine ältere Schwester rief mitten in der Nacht an und schrie ins Telefon: Dirk ist tot, Dirk ist tot. Wir fuhren zu seiner Wohnung, aber da war er schon per Leichenwagen weggebracht worden. Auf dem Schreibtisch lag nur noch seine Brille“.

Wenige Stunden zuvor noch vom Glück geküsst, fiel Frank in ein tiefes schwarzes Loch. „Manchmal haut Dir das Leben doppelt und dreifach in die Fresse und Du hast einfach keine Chance, dich zu wehren. Ich weiß gar nicht, nach wie vielen Tagen ich zu heulen aufgehört habe. Irgendwann kamen einfach keine Tränen mehr. Aber eine Sache hatte ich mir von da an geschworen: das Leben kann von jetzt auf gleich zu Ende sein. Also mach alles, was Du machen willst und verschwende keine Zeit“.

Frank Lukas tat also das einzige, was ihm einfiel: er nahm seine Notizblöcke und begann, die vielen Texte, die er im Laufe der Jahre niedergeschrieben hatte, sauber abzutippen. Obwohl Frank sehr gut englisch spricht, legt er seinen Schwerpunkt auf deutsche Schlagertexte, denn mit dieser Musik ist er herangewachsen, diese Musik liebt er. Im Internet recherchierte er nach allen möglichen Schlagersänger/Innen, Tonstudios, Managern, Plattenfirmen, etc. „Ich hatte plötzlich so ein Gefühl, dass da was gehen könnte, so eine Art magische Energie, die mich antrieb“.

Und immer wieder schwirrt ihm ein Gedanke durch den Kopf: „Das Leben ist zu kurz. Mach‘s einfach. Mal sehen, wie weit Du  kommst“. So fasste sich Frank 2009 dann schließlich ein Herz. Er sucht den Kontakt zur Musikbranche und findet ihn: Mit dem Musikproduzenten Jack Price. Dieser zeigt sich äußerst angetan von Franks Texten und Kompositionen und nimmt die ersten Tietl mit ihm auf.
„Volltreffer“, ein Mini-Album mit 6 Titeln, wurde 2009 veröffentlicht und ließ die Branche aufhorchen. Dann geht alles wie von selbst: Auftritte in Vorprogrammen von Matthias Reim, Michael Wendler und Andreas Martin bringen ihm die ersten Fans. Seine Titel werden auf allen relevanten Samplern veröffentlicht, die Veranstalter werden auf ihn aufmerksam. 2010 lernt er Sven Meisel (Meisel Musikverlage) und Marcus Zander (Monopol Records) kennen und unterschreibt einen Exklusivvertrag. 2011 wird mit „Männerherzen“ das erste große Album veröffentlicht, 2013 folgt „Männerherzen 2“. Mit „Intensiv“, das 2015 veröffentlicht wurde, verfehlt er nur um Haaresbreite die Top 100 der Deutschen Album Charts (Platz 103).

Dennoch hat er inzwischen unzählige Fans (den Begriff „Fans“ hasst er, er nennt sie „Freunde, die mich unterstützen“), steht in ganz Deutschland auf den Bühnen und seine Songs sind auf allen namhaften Samplern vertreten. Titel wie „Sag ihm“, „Verdammt“, „Jedes Mal die Hölle“ oder „Leider Geil“ gehören zum Pflichtprogramm eines jeden guten DJs.  Einen Besucherrekord verzeichnet das Fanvideo „Deine Augen“ auf YouTube mit inzwischen mehr als 330.000 Zugriffen. Außerdem schreibt er inzwischen auch für andere Künstler (u.a. Jürgen Drews, Die Grubertaler).

Am 28.04.2017 wird mit „Unbedingt“ das 4. Studio-Album des charmanten Sängers mit den strahlend blauen Augen veröffentlicht.  Der Weg ist das Ziel und nach ganz oben ist es nicht mehr weit, mal sehen, wie weit Du kommst…

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